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Veränderungen in Krankenhäusern

Die Digitalisierung

 

Beitrag von Gudrun Gramm im PVS Einblick

Die Digitalisierung und Verarbeitung von Daten ist eines der Hauptthemen für Krankenhäuser, Kliniken sowie weiteren medizinischen Einrichtungen. Welche Möglichkeiten gibt es für mehr Wettbewerbsfähigkeit, effizienteres Arbeiten, effektivere Patientenverwaltung und einer gesteigerten Mitarbeiterzufriedenheit?

Nicht nur die Wirtschaft und Verwaltungen befinden sich in einem digitalen Umbruch. Nein, es betrifft jede einzelne Person und jede Branche. So haben sich unsere Kommunikation, unser Einkaufsverhalten, der online-Handel sowie die Medienberichterstattungen und nicht zu vergessen, das Leseverhalten enorm verändert. Wikipedia ersetzt den Duden und das gute deutsche Lexikon. Sucht man einen Ort, googelt man erst einmal. Die digitale Entwicklung von Handys, Laptops und i-Pads ist so rasant, sodass man sich nicht leisten kann, diesen Fortschritt zu ignorieren.

Wie schnell wird sich der aktuelle Zustand des technischen Fortschritts weiterentwickeln?

Immer öfter müssen geschäftskritische und medizinisch notwendige Entscheidungen schneller und ortsunabhängig getroffen werden!


Welche Kriterien werden hauptsächlich die medizinischen Einrichtungen verändern?

 

Mit diesen und den folgenden Themen werden sich Krankenhäuser, Kliniken, MVZ’s, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen in Zukunft auseinander setzen müssen.

Die Erreichbarkeit im Internet muss gewährleistet sein. Medizinische Einrichtungen ohne eigene Internetpräsenz oder ohne einen E-Mail Account sind für ihre Patienten unerreichbar! Viele medizinische Einrichtungen und Arztpraxen in Deutschland verfügen immer noch über keine eigene Internetpräsenz oder besitzen veraltete Internetseiten, die weder gepflegt noch optimiert wurden.

Eine Verbesserung der Prozesse wird erzielt, indem die Suchmaschinenoptimierung (SEO) für die hauseigenen Internetseiten durchgeführt wird. Hier gibt es Experten, die das Ranking der einzelnen Suchbegriffe in Google ermitteln und entsprechend dieser Trends den Text für Internetseiten erstellen. Dadurch werden die Traffics der Internetseiten erhöht und eine bessere Auffindbarkeit erzielt.

Die Digitalisierung von internen Strukturen und Verwaltungsprozessen, von Daten, Dateien unterschiedlichster Art bringen einen enormen Mehrwert für die Verwaltung. Die Entwicklung hat es gezeigt; noch vor 10 Jahren konnte sich kaum jemand vorstellen, welche rasante Entwicklung das Internet machen würde! Die Anforderungen an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Verwaltungen haben sich dadurch enorm verändert. Ständige Weiterbildungen und das technische Verständnis sind hier neben dem medizinischen Know-how nicht mehr wegzudenken.

Hierzu zählt u. a. die Erstellung und Speicherung von Daten jeder Art, von Dokumenten und Formularen. Es geht nicht nur um die unterschiedlichen Zugangsberechtigungen oder um die sichere Speicherung von Daten. Die IT-Sicherheit ist im Zuge der zunehmenden Digitalisierung zu einem Dauerthema sowohl für Wirtschaftsunternehmen wie für medizinische Einrichtungen geworden. IT-Dienstleister müssen zusätzlich die steigenden IT-Sicherheitsanforderungen berücksichtigen. Für die Datenmengen sollten verschiedene Orte der Datensicherungen ausgewählt werden.

 

Durch die Datenspeicherung in der Cloud werden wichtige Entscheidungen von Ärzten, Fachärzten sowie Klinikleitungen von jedem Ort aus möglich!
 

Cloud-Lösungen werden inzwischen von verschiedenen IT-Unternehmen angeboten. Durch die digitale Vernetzung wird zum einen die Zusammenarbeit der internen Fachabteilungen und Verwaltungen, zum anderen der Austausch unter den Ärzten und Fachärzten ermöglicht und optimiert. Interne Daten sowie Patientendaten werden optimal in der Cloud gespeichert: kostengünstig und hochsicher!


Beispiele zur Prozessoptimierung, zum Online-Geschäft und zur Digitalisierung von Daten

 

  1. Es werden Echtzeitprozesse generiert. Die Entwicklung des online-Handels hat eine enorme Entwicklung erreicht. Zum Beispiel die online Versand-Apotheken. Ein online-Shop muss ständig gepflegt und aktualisiert werden. Er bietet zusätzliche Einnahmen ohne zusätzliche Geschäftsstellen errichten zu müssen. Es besteht die Möglichkeit des weltweiten online-Handels.
  2. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet, dass der "Health Online Service" (HOS), ein Tochterunternehmen der Burda Medien, sich an Ärzte und Apotheker richtet. HOS besteht bereits 1 Jahr und baut sein Konzept weiterhin aus. Das Informationsangebot wird um die Themen Praxismanagement und Finanzdienstleistungen erweitert. Weiterhin wird der Onlinedienst auf internationaler Ebene aktiv. Laut dem Deutschen Ärzteblatt gibt es bereits 20.000 Mitglieder, die diesen Service nutzen.
  3. Als Universitätsklinikum verpflichtet sich die Berliner Charité, die Patienten stets nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu behandeln. Wie aus den Medien bekannt wurde, hat die Berliner Charité mit dem Vorzeigeprojekt „EKG online“ ihre Patientenbetreuung weiterhin digitalisiert.
  4. Die digitale Patientenakte ist bereits im Aufbau und wird die tägliche Verwaltung von Patientendaten weiterhin optimieren. Des Weiteren werden Laborberichte auf dem PC des behandelnden Arztes geleitet und so eine Optimierung der Datenübermittlung erzielt.

Welche Vorteile bringt der digitale Wandel nun den medizinischen Einrichtungen?

Jedes Krankenhaus, Klinik oder Klinikgruppe ist ein für sich bestehendes Unternehmen und verwaltet neben den vielen Patientendaten auch eine Vielzahl an internen Daten. Gerade bei bundesweit bestehenden Klinikverbunden oder Pflegeheimbetreibern wird der Zugriff auf alle internen Daten und Dateien von jedem Ort aus möglich!

 

Der Vorteil: Diese Einrichtungen sparen zusätzlich Büromaterial, viel Platz, Kopierkosten sowie Druckkosten. Ein schnellerer Zugriff auf alle digitalisierten Daten erspart ein langes Suchen in Ordnern und Archiven. Das trifft zunächst auf die interne Verwaltung von Daten, z.B. Personalakten, Statistiken, Dokumenten sowie auf die Planung, Koordinierung und Finanzbuchhaltung zu.

 

Mit zu berücksichtigen ist die Kompatibilität der Software und Schnittstellen zu den einzelnen Fachabteilungen. Der Datenaustausch muss auch weiterhin gewährleistet sein.

Seit dem 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte als Berechtigungsnachweis, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen zu können.

Geplant ist, dass die Patientendaten ebenfalls digital verwaltet und verarbeitet werden. Ärzte in Krankenhäusern sollen mehr Zeit für ihr Kerngeschäft erhalten, für die Betreuung ihrer Patienten. Allerdings nimmt die Dokumentation zu viel Zeit ein, sodass diese Zeit wiederum fehlt. Das Dokumentenmanagement in Kliniken sollte die Patientenverwaltung verbessern. Hier gilt es noch, mögliche Vereinheitlichungen und Verbesserungen vorzunehmen.

In Planung ist dazu eine elektronische Gesundheitsakte oder elektronische Patientenakte. Es ist geplant, die Patientendaten mit den Angaben zur Anamnese, Behandlungsdaten, Medikamenten, Allergien und weiteren Gesundheitsdaten in einer Datenbank bundesweit einheitlich zu speichern. Das würde den Ärzten enorme Vorteile bringen. Der Nachteil ist, Patienten sollen selbst über den Umfang und die Dauer der Speicherung entscheiden dürfen. Die Teilnahme soll zunächst freiwillig sein.

Weiterhin ist in Planung, dass Ärzte, Apotheken und Pflegeeinrichtungen bei Bedarf und jederzeit diese Daten abrufen können. Voraussetzung allerdings ist, dass der Patient, der die alleinige Verfügungsgewalt über seine Patientenakte hat, dem zustimmt. Diese Daten könnten je nach Modell zentral oder dezentral gespeichert werden.


Beispiel: SAP in Krankenhäusern, Vernetzung und elektronische Patientenakten

Per Mausklick kann der Arzt alle erforderlichen Daten des Patienten auf dem Bildschirm sehen. Der Aufwand allerdings ist hoch. Die Umsetzung erfordert viel Zeit, finanzielle Mittel und zusätzliche, spezialisierte Arbeitskräfte.

Jedoch ist die Schnittstelle SAP zur Branchensoftware erforderlich. Hier gibt es z. B. unterschiedliche Software bei den Labor- und Mikrobiologiesysteme, Programme zur Essensbestellung oder bei der Pathologie. Ständige Überprüfungen sind erforderlich, ob die Software und die Schnittstelle noch fehlerfrei laufen. Deshalb wird jedes SAP-Update zunächst einmal simuliert, bevor es tatsächlich umgesetzt wird. Hierzu sind SAP-Fachkräfte gefragt!

Allerdings sollte die Zahl der Anwendungen um eine SAP-Lösung herum in einem überschaubaren Rahmen bleiben! Jedes Update und jede Software-Neuanschaffung wird zum potenziellen Risiko.

 

Beispiel: SAP in medizinischen Einrichtungen – die digitale Medizin

SAP bietet für das Gesundheitswesen bereits eine spezielle Branchenlösung an. Dabei wurden alle typischen Prozesse und Anforderungen im Gesundheitswesen berücksichtigt. SAP unterstützt und ergänzt alle medizinischen und pflegerischen Prozesse im Krankenhaus sowie die administrativen Tätigkeiten. So bietet SAP bereits fertige Lösungen an, angefangen vom Rechnungswesen und Controlling über die Patientenabrechnung, Logistik, Personalverwaltung und Administration bis hin zur Geschäftsleitung einer Klinik.


Die Telemedizin

Wie aus der Ärzte Zeitung vom 30.03.2016 zu lesen ist, beschäftigte sich der Internistenkongress 2016 ebenfalls mit der digitalen Medizin. Die Telemedizin wird nach Überzeugung von Experten die Arzt-Patienten-Beziehung nicht ersetzen, jedoch maßgeblich verändern. Professor Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiologische Telemedizin in der Berliner Charité fordert, telemedizinische Anwendungen in die Aus- und Weiterbildung von Ärzten (m/w) zu implementieren. In der Charité wird dies bereits praktiziert. Hier betreuen kardiologische Assistenzärzte halbjährlich die Patienten in der Telemedizin.

„Bei der Entwicklung und Erforschung telemedizinischer Technologien gilt Deutschland weltweit als eines der führenden Länder“, so Professor Köhler. So können z. B. herzkranke Patienten mit Hilfe der Telemedizin länger leben als ohne diese Technik. Krankenhausaufenthalte könnten sogar vermieden oder reduziert werden. Allerdings sollten entsprechende Frühwarnsysteme integriert werden, um eventuelle Verschlechterungen zu erkennen und rechtzeitig die Behandlung einzuleiten.

Um wettbewerbsfähig und am Markt auch weiterhin bestehen zu können, sollten die vorgenannten Themen zeitnah von den Krankenhäusern, Kliniken und medizinischen Einrichtungen geplant, begleitet und durch entsprechendes (SAP) IT-Fachpersonal (m/w) umgesetzt werden.

Der Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften (m/w/d) ist enorm hoch und wird auch in Zukunft ein brisantes Thema sein.

 

Gudrun Gramm

 

Personalmanagement Gramm

Gudrun Gramm

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