Aktueller Beitrag in der PVS Einblick – Magazin der PVS holding, Teil 3

Digitalisierung – wie sich Prozesse in medizinischen Einrichtungen verändern

 

Jedes Krankenhaus, Klinik oder Klinikgruppe ist ein für sich bestehendes Unternehmen und verwaltet neben den vielen Patientendaten auch eine Vielzahl an internen Daten. Gerade bei bundesweit bestehenden Klinikverbunden oder Pflegeheimbetreibern wird der Zugriff auf alle internen Daten und Dateien von jedem Ort aus möglich!

 

Der Vorteil: Diese Einrichtungen sparen zusätzlich Büromaterial, viel Platz, Kopierkosten sowie Druckkosten. Ein schnellerer Zugriff auf alle digitalisierten Daten erspart ein langes Suchen in Ordnern und Archiven. Das trifft zunächst auf die interne Verwaltung von Daten, z.B. Personalakten, Statistiken, Dokumenten sowie auf die Planung, Koordinierung und Finanzbuchhaltung zu.

 

Mit zu berücksichtigen ist die Kompatibilität der Software und Schnittstellen zu den einzelnen Fachabteilungen. Der Datenaustausch muss auch weiterhin gewährleistet sein.

 

Seit dem 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte als Berechtigungsnachweis, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen zu können.

Geplant ist, dass die Patientendaten ebenfalls digital verwaltet und verarbeitet werden. Ärzte in Krankenhäusern sollen mehr Zeit für ihr Kerngeschäft erhalten, für die Betreuung ihrer Patienten. Allerdings nimmt die Dokumentation zu viel Zeit ein, sodass diese Zeit wiederum fehlt. Das Dokumentenmanagement in Kliniken sollte die Patientenverwaltung verbessern. Hier gilt es noch, mögliche Vereinheitlichungen und Verbesserungen vorzunehmen.

In Planung ist dazu eine elektronische Gesundheitsakte oder elektronische Patientenakte. Es ist geplant, die Patientendaten mit den Angaben zur Anamnese, Behandlungsdaten, Medikamenten, Allergien und weiteren Gesundheitsdaten in einer Datenbank bundesweit einheitlich zu speichern. Das würde den Ärzten enorme Vorteile bringen. Der Nachteil ist, Patienten sollen selbst über den Umfang und die Dauer der Speicherung entscheiden dürfen. Die Teilnahme soll zunächst freiwillig sein.

 

Gudrun Gramm