Aktueller Beitrag in der PVS Einblick – Magazin der PVS holding, Teil 5

Digitalisierung – wie sich Prozesse in medizinischen Einrichtungen verändern

 

Wie aus der Ärzte Zeitung vom 30.03.2016 zu lesen ist, beschäftigte sich der Internistenkongress 2016 ebenfalls mit der digitalen Medizin. Die Telemedizin wird nach Überzeugung von Experten die Arzt-Patienten-Beziehung nicht ersetzen, jedoch maßgeblich verändern. Professor Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiologische Telemedizin in der Berliner Charité fordert, telemedizinische Anwendungen in die Aus- und Weiterbildung von Ärzten (m/w) zu implementieren. In der Charité wird dies bereits praktiziert. Hier betreuen kardiologische Assistenzärzte halbjährlich die Patienten in der Telemedizin.

„Bei der Entwicklung und Erforschung telemedizinischer Technologien gilt Deutschland weltweit als eines der führenden Länder“, so Professor Köhler. So können z. B. herzkranke Patienten mit Hilfe der Telemedizin länger leben als ohne diese Technik. Krankenhausaufenthalte könnten sogar vermieden oder reduziert werden. Allerdings sollten entsprechende Frühwarnsysteme integriert werden, um eventuelle Verschlechterungen zu erkennen und rechtzeitig die Behandlung einzuleiten.

Um wettbewerbsfähig und am Markt auch weiterhin bestehen zu können, sollten die vorgenannten Themen zeitnah von den Krankenhäusern, Kliniken und medizinischen Einrichtungen geplant, begleitet und durch entsprechendes (SAP) IT-Fachpersonal (m/w) umgesetzt werden.

Der Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften (m/w) ist enorm hoch und wird auch in Zukunft ein brisantes Thema sein.

 

Gudrun Gramm    06.04.2016